15.09.2011 | Der Fall "Ustica"

Wahrheit unerwünscht

Das Gericht von Palermo hat die italienischen Ministerien für Verteidigung und für Verkehr wegen „Versäumnissen, Fahrlässigkeit und Irreführung“ verurteilt. Sie haben jahrelang versucht, die Ermittlungen über eine 1980 abgestürzte Maschine der Fluggesellschaft Itavia systematisch zu behindern. Die Verwandte der 81 Passagiere, die dabei ums Leben kamen, sollen nun 100 Millionen Euro Entschädigung erhalten. Die Richter wollen herausfinden, wer damals das Flugzeug über dem Tyrrhenischen Meer abschoss – und schauen mit Interesse nach Libyen. Von Davide Brocchi, Rimini.

07.09.2011 | Gaddafis geheime Helfer

Gute Kontakte zur CIA

Westliche Geheimdienste haben offenbar eng mit Gaddafis Regierung zusammengearbeitet, wie in Tripolis aufgefundene Dokumente belegen.

05.09.2011 | Trotz Fukushima-1

Japans „atomares Dorf“ hält an der Nuklearenergie fest

Nach massiver Kritik an seinem Umgang mit der Katastrophe in Fukushima ist Premier Naoto Kan zurückgetreten. Sein Finanzminister Yoshihiko Noda soll nun Ministerpräsident werden. Noda will die Abhängigkeit Japans von der Atomkraft zwar reduzieren, jedoch keinen Atomausstieg. Von Verena Schweiger, Hamburg.

04.08.2011 | Postkommunismus

The Russian Way of Life

Russland zwischen Autoritarismus, Massenkonsum und Nationalismus. Von Detlev Claussen, Berlin.

24.07.2011 | Atompolitik

Deutschland unterstützt Risiko-AKW in Brasilien

Greenpeace wirft schwarz-gelber Bundesregierung Doppelmoral vor. Von Cornelia Deppe-Burghardt, Hamburg / Brasilia.

16.07.2011 | Rohstoffe

Indígenas gegen Ölförderung

Vor dem Interamerikanischen Menschenrechtsgericht findet ein wegweisender Prozess statt: Eine Amazonas-Urwaldgemeinde klagt gegen den ecuadorianischen Staat. Von Gerhard Dilger, Porto Alegre.

Foto: © Hasan Anac / PIXELIO

15.07.2011 | Fukushima

„Der deutsche Atomausstieg ist sehr ermutigend“

Greenpeace-Aktivistin Takada kritisiert ihre Regierung hart - und findet Vorbilder. Ein Interview von Ingo Arzt.

03.05.2011 | Terrorismus und Geheimdienste

Bin Laden ist (wieder) tot

Der Top-Terrorist befand sich nicht in einer dunklen Höhle in Afghanistan, sondern lebte in einem Haus in der Nähe der pakistanischen Hauptstadt - nämlich des Landes, das der wichtigste Verbündete der US-Regierung in der Region ist. Eine Festnahme Bin Ladens hätte uns der Wahrheit näher bringen können: Im schmutzigen Krieg gegen den Terrorismus gibt es zu viele Geheimnisse. Von Peter Strutynski, Kassel.

20.04.2011 | Teure Atomenergie

Tschernobyl auch nach 25 Jahren noch gefährlich

Der neue Sarkophag um den zerstörten Atomreaktor in Tschernobyl kann die Außenwelt nur für einige Jahrzehnte vor den Folgen eines Zusammenbruchs der ersten Schutzhülle und damit vor der Ausbreitung hochradioaktiven Staubs schützen. Das belegt eine aktuelle Studie der Physikerin Oda Becker im Auftrag der unabhängigen Umweltschutzorganisation Greenpeace. Von Cornelia Deppe-Burghardt, Hamburg.

17.04.2011 | Essay

Fukushima, l’horreur

Oder der Traum ökonomischer Rationalität gebiert ungeheure Katastrophen. Von Elmar Altvater, Berlin.

Foto: © Gerd Altmann / PIXELIO