28.06.2011 | Klimawandel

Schockierende Zahlen zum CO2-Ausstoß

Am 30. Mai veröffentlichte die Internationale Energieagentur (IEA) die neusten Zahlen: Es hat noch nie einen so hohen CO2-Ausstoß gegeben wie im vergangenen Jahr. Das Ende der Wirtschaftskrise war schlecht für das Klima.

Foto: © Michael Bührke / PIXELIO

Von Hermann Ott, Berlin

„Nach einem Rückgang 2009 infolge der Wirtschaftskrise sind die Emissionen auf ein Rekordniveau von 30,6 Gigatonnen gestiegen.“ So heißt es in einer Mitteilung der IEA. Dies sei ein Anstieg um fünf Prozent im Vergleich zum vorigen Rekordjahr 2008.

Die Zahlen der internationalen Energieagentur, nach denen der CO2-Ausstoß ein Rekordhoch erreicht hat, sind absolut alarmierend. Halten diese Emissionen an, steuern wir auf eine Welt zu, die bis 2100 im globalen Durchschnitt um mehr als vier Grad wärmer ist als heute. Dies hätte katastrophale Auswirkungen für uns alle. Hunderte Millionen Menschen wären bedroht an Leib und Leben.

Die internationale Gemeinschaft hat sich dazu bekannt, den globalen Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Wenn Fatih Birol von der IEA davon spricht, dass das Zwei-Grad-Ziel nur noch eine „nette Utopie“ sei, dann handelt er unverantwortlich. Denn diese Herausforderung muss mit großem Willen und aller Konsequenz angegangen werden. Wir können es uns nicht leisten, aufzugeben, bevor wir es konsequent versucht haben.

Innenpolitisch bedeuten die Zahlen, dass die Bundesregierung den Atomausstieg mit einem entschiedenen Umsteuern auf einen erneuerbaren Pfad verbinden muss. Ohne Atomenergie wird der Klimaschutz einfacher – wenn er richtig gestaltet wird. Die neuen Kohle-Träume der Industrie und von Teilen der SPD sind gefährlich.

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