12.11.2008 | Umweltkommunikation
Kommunikation zwischen Kunst und Ökologie
Ökologische Kommunikation ist notwendig für Stärkung und Förderung des Umweltbewusstseins, aber auch für ein entsprechendes umweltbewusstes Handeln. Auch Kunst kann einen bedeutenden Beitrag im Sinne der ökologischen Kommunikation leisten.
Von Jens Schäfer, Bielefeld
Der ökologischen Kommunikation liegen zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen zugrunde. Zum einen steckt hinter dem Begriff „ökologische Kommunikation“ ein durch Massenmedien und Umweltakteure gesteuerter, öffentlicher Umweltdiskurs, zum anderen ist mit diesem Begriff das „ausgewogene Zusammenspiel“ der Faktoren gemeint, welche die zwischenmenschliche Kommunikation überhaupt erst ermöglichen. Bei diesem Verständnis von ökologischer Kommunikation geht es um den „Haushalt“ und „Hauserhalt“ von Kommunikation, aber auch um eine Schaffung einer intakten, der menschlichen Natur angemessenen Kommunikationswelt und die Förderung und Stärkung des Bewusstseins der Menschen gegenüber ihrer Kommunikations-Umwelt. Grundlage für den Haushalt bildet ein komplexer, zirkulärer Kommunikationsprozess, der aufgrund eines Spannungsverhältnisses der inneren und äußeren Lebenswelt des Menschen ausgelöst wird und der sich aus den folgenden fünf Elementen zusammensetzt: Wahrnehmen, Handeln, Fühlen, Denken und Körperlichkeit. Diese Elemente sind hauptsächlich bestimmend dafür, was sich im Inneren des Menschen „abspielt“. Die Qualität von Kommunikation und damit auch der Erfolg hängen letztendlich davon ab, wie diese Elemente zusammenwirken.
Der öffentliche Umweltdiskurs ist in erster Linie notwendig für die Vermittlung eines umfangreichen umweltrelevanten Wissens und Wissens über ökologische Zusammenhänge. Ökologische Kommunikation im Sinne der Schaffung einer den Menschen angemessenen Kommunikationswelt ist notwendig für Stärkung und Förderung des Umweltbewusstseins, aber auch für ein entsprechendes umweltbewusstes Handeln. In der folgenden Analyse werden jene kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen erörtert, die wesentlich sind für eine der menschlichen Natur angemessenen Kommunikationswelt. Dieser Aspekt ist grundlegender als z.B. die Grundlagenuntersuchung der Medienwirksamkeit oder der technologischen Informations- und Wissensverarbeitung im öffentlichen Umweltdiskurs, weil jeder Mensch als kommunikativ Handelnder unmittelbar vom „Hauserhalt“ menschlicher Kommunikation betroffen ist.
Die wichtige Frage in dem Hintergrund der Analyse ist die des Gelingens und Scheiterns von Kommunikation, auch von ökologischer Kommunikation.
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Themendossier 07/09