15.09.2011 | Der Fall "Ustica"

Wahrheit unerwünscht

Das Gericht von Palermo hat die italienischen Ministerien für Verteidigung und für Verkehr wegen „Versäumnissen, Fahrlässigkeit und Irreführung“ verurteilt. Sie haben jahrelang versucht, die Ermittlungen über eine 1980 abgestürzte Maschine der Fluggesellschaft Itavia systematisch zu behindern. Die Verwandte der 81 Passagiere, die dabei ums Leben kamen, sollen nun 100 Millionen Euro Entschädigung erhalten. Die Richter wollen herausfinden, wer damals das Flugzeug über dem Tyrrhenischen Meer abschoss – und schauen mit Interesse nach Libyen. Von Davide Brocchi, Rimini.

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