07.08.2009 | Ökologie

Flexible Räuber halten Ökosysteme im Gleichgewicht

Forscher finden Regeln für die Stabilität von Nahrungsketten.

Von Harald Rösch, Max-Planck-Gesellschaft

Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und den USA haben mithilfe von Computersimulationen fundamentale Gesetzmäßigkeiten aufgedeckt, die die Stabilität von Ökosystemen mitbestimmen. Nahrungsnetze sind demnach stabiler, wenn Raubtierarten an der Spitze der Nahrungskette sich von verschiedenen Beutetieren ernähren und Beutearten in der Mitte der Nahrungskette vielen Räubern ausgesetzt sind. Die Berechnungen haben zudem ergeben, dass kleine Ökosysteme anderen Regeln gehorchen als große: Unterschiede in der Stärke von Räuber- Beute Beziehungen fördern die Stabilität kleiner Netze, destabilisieren aber große Nahrungsnetze.  (Science, 6. August 2009)

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