15.08.2010 | Griechenland

Hohe Militärausgaben trotz Finanzkrise (© 110stefan / pixelio.de)

Hohe Militärausgaben trotz Finanzkrise

Die Europäische Union weiß von den sehr hohen Rüstungsausgaben Griechenlands: Sie trugen auch zur jetzigen Staatskrise bei. Warum verlangt die EU keine Begrenzung dieser Ausgaben anstelle der tiefen sozialen Einschnitte, die zu sozialen Konflikten führen? Welche Interessen verteidigt die internationale Rüstungsindustrie in Griechenland?

Foto: © 110stefan / PIXELIO

Von Jan Grebe und Jerry Sommer, Bonn

Griechenlands Staatsbankrott konnte nur mit erheblichen Kreditmitteln aus der EU und des Internationalen Währungsfond abgewendet werden.
Athens hohe Rüstungsausgaben und umfangreiche Waffenkäufe der letzten Jahre haben zur desolaten Haushaltslage beigetragen.

Die griechische Regierung hat im Rüstungs- und Militärbereich zwar Sparmaßnahmen eingeleitet, um damit einen Beitrag zur Haushaltssanierung zu leisten.
Dennoch hat in Athen bei der Rüstungsbeschaffungspraxis offenbar noch kein grundsätzliches Umdenken eingesetzt. Die deutsche und europäische Politik muss sich deshalb die Frage stellen, ob mit EU-Krediten neue Waffenkäufe Griechenlands ermöglicht werden sollen bzw. wie dies gegebenenfalls zu verhindern ist.

Die Autoren Jan Grebe und Jerry Sommer formulieren hier konkrete Empfehlungen an Griechenland sowie Deutschland und die anderen EU- bzw. NATO-Staaten, welche Konsequenzen unter anderem i.B. auf Haushaltsmittel für Rüstungsausgaben sowie Modernisierungs- und Rüstungsbeschaffungsprojekte Griechenlands gezogen werden sollten.

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Ein Kommentar

  1. Gangarth ()

    Ist es nicht vielleicht sogar möglich, dass die EU und besonders Deutschland und Frankreich den Griechen die Kredite nur genehmigt haben, wenn diese weiterhin viel Geld in deren Waffen stecken. Deutsche U-Boote und französische Fregatten z. B.

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